Über uns

"Wir könnten jetzt allein die verheerenden Zahlen sprechen lassen. Das es 250.000 – sprich: eine runde Viertelmillion – alkoholabhängige, etwa 80.000 medikamentenabhängige und ca. 8.000 drogenabhängige Menschen in Berlin gibt. Das Alkoholberatungsstellen in Berlin im letzten Jahr 6,8 Millionen Mark an Zuwendungen erhielten, während den Drogenberatungsstellen für die kommenden Jahre schon jeweils 7,6 Millionen zugesagt sind. Dieses Missverhältnis ist ein Thema der TrokkenPresse. Und der Grund, warum die TrokkenPresse die legale Sucht, also die Alkoholabhängigkeit in den Vordergrund stellt..."

Mit diesen einleitenden Worten erschien im Mai 2001 die erste TrokkenPresse, als Faltblatt von vier Seiten. Heute hat das Informationsblatt für Abhängige und Unabhängige einen Umfang von mindestens 32 Seiten, ist an vielen Verkaufsstellen in Berlin zu haben und wird an Abonnenten auch über die Grenzen Berlins hinaus verschickt. Zur Leserschaft gehören die Betroffenen, Mitbetroffenen und interessierten Unbetroffenen um die Ecke ebenso wie die organisierten Mitglieder von Selbsthilfegruppen und -verbänden, Mitarbeiter von Beratungsstellen, Kliniken und Ämtern bis hin zu Bundestagsabgeordneten. Bei dieser Akzeptanz ist es nur konsequent, das die zweimonatlich erscheinende TrokkenPresse auch im Internet präsent ist. Wir werden auch hier unseren Auftritt verbessern, um den Besuchern und Benutzern von www.trokkenpresse.de mehr aktuelle Information, Unterstützung und Hilfen anbieten und auch zukünftig ein Forum geben zu können.

Die oben beschriebene Situation hat sich seit 2001 nicht verbessert, und in Zeiten knapper Kassen, hoher Arbeitslosigkeit und zunehmender Perspektivlosigkeit muss wohl eher von einer Verschärfung der Zustände ausgegangen werden. So sind Themen wie die Kürzung stationärer Entgiftungszeiten oder die Schwächung der Beratungsstellen als wichtigste Wirkungsstätte in der Alkoholkrankenhilfe durch finanzielle und personelle Kürzungsmaßnahmen heute als Themen in der TrokkenPresse aktueller denn je. Alle 250.000 Alkoholiker, von denen etliche trocken, das heißt abstinent leben, aber der weitaus größere Teil nass ist, also weiter trinkt, haben eines gemeinsam: Sie sind auf Hilfe angewiesen. Die trockenen Alkoholiker helfen sich selbst in den Selbsthilfegruppen, und sie mühen sich nach besten Kräften – und auf eigene Kosten – um ihre nassen Kollegen.

Diesen Menschen will die TrokkenPresse den Rücken stärken! Die ersten Monate des trockenen Lebens sind die schwersten, auch und gerade für Familie und Partner. Das bedeutet neben dem ernsten Pflichtprogramm auch die kulturelle Kür. Egal, ob Tipps für Konzert-, Kino- und Theaterbesuche, neuer Lesestoff oder trockene Rezepte: Es gibt genug beste Unterhaltung ohne Rückfallgefahr. Und was noch fehlt, wird vielleicht ja gerade über die Schnittstelle TrokkenPresseOnline ins Leben gerufen!

Denn für die Webseite wie für die Printausgabe gilt: Wichtig ist, dass Sie alle mitmachen! Betroffene, Angehörige, Selbsthilfeeinrichtungen, professionelle Helfer und interessierte Menschen, die ohne Alkohol kein Problem haben. Schreiben oder mailen Sie uns ihre Ideen, Anregungen, Tipps und Verbesserungsvorschläge, damit TrokkenPresseOnline auch Ihr Forum wird!

Ihr Team von der TrokkenPresse

Trokkenpresse - Die Suchtzeitschrift mit Informationen zu Alkoholabhängigkeit, Medikamentensucht, Drogenmissbrauch, Suchtpolitik, Beratung, Entzug, Therapien, Selbsthilfegruppen, Essen & Trinken, Veranstaltungen und vieles mehr von und für Abhängige, Unabhängige, Mitbetroffene und alle anderen interessierte Menschen. Mehr Lebensqualität ohne Sucht!