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Berliner Alkoholabhängige in der Statistik
Neue Zahlen aus Beratungsstellen, Krankenhäusern und Entwöhnungskliniken
Soeben wurde die Suchthilfestatistik 2008 über die ambulanten und stationären Suchthilfeeinrichtungen des Landes Berlin vom Institut für Therapieforschung München (IfT)1 vorgelegt. Ferner liegen der TrokkenPresse einige vorläufige Zahlen der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz über Diagnosen vor, die in stationärer Behandlung erhoben wurden. Dabei handelt es sich um alkoholbedingte Krankenhausaufenthalte sowie um die stationäre Behandlung von alkoholischen Leberkrankheiten.
Erfreulich an der Suchthilfestatistik des IfT ist, dass nun auch die stationäre Vivantes-Entwöhnung mit aufgenommen wurde. Weniger erfreulich ist allerdings, dass bei den Beratungsstellen noch immer die Auswertung der ambulanten Suchtberatung in Reinickendorf fehlt, hier wurden daher nur 43 Alkoholabhängige gezählt.
Insgesamt wurden 7.775 Abhängige von legalen Drogen in den Beratungsstellen erfasst. Man muss aber wissen, dass die Einmalkontakte von den Statistikern ausgefiltert wurden, sodass insgesamt viel mehr Patienten die Beratungsstellen aufgesucht haben. Auch ist bei den Zahlen aus 2008 zu bedenken, dass die Alkoholikerberatungsstellen in Neukölln und Spandau erst neu gegründet wurden. So wurden in Spandau insgesamt nur 434 Patienten betreut, übergangsweise in Charlottenburg-Wilmersdorf aber noch 119 Spandauer. An dieser Verteilung dürfte sich in 2009 noch einiges ändern, da die Patienten vorzugsweise in ihren Heimatbezirken beraten und behandelt werden sollen. Die neue Beratungsstelle für Tempelhofer wurde ebenfalls erst im Frühjahr 2008 in Betrieb genommen und konnte mit einem sehr niedrigen Personalschlüssel erst 90 Patienten aufnehmen.
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